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Home Staging

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Stand: Juli 2026

Wann es sich wirklich lohnt – und wann nicht

Wer eine Immobilie verkaufen möchte, steht früh vor einer konkreten Frage: Soll das Objekt vorher aufgewertet werden oder reicht es, es so zu zeigen, wie es ist? Home Staging ist in Deutschland seit einigen Jahren die Antwort vieler Makler und Verkäufer auf genau dieses Dilemma. Doch nicht jedes Objekt profitiert davon gleich stark und manchen Eigentümern kostet es schlicht mehr, als es bringt.

Dieser Ratgeber zeigt Ihnen, wann sich Homestaging rechnet, was es realistisch kostet, welche Fehler die meisten Verkäufer machen und wann Sie das Budget lieber woanders investieren.


Was ist Home Staging – und was es ausdrücklich nicht ist

Beim Home Staging geht es darum, eine Immobilie gezielt für den Verkauf oder die Vermietung in Szene zu setzen. Das Ziel ist nicht Dekoration um ihrer selbst willen, sondern die Optimierung des ersten Eindrucks: Kaufinteressenten sollen sich vorstellen können, wie sie in dem Objekt wohnen würden, selbst wenn es leer steht oder noch bewohnt ist.

Homestaging unterscheidet sich klar vom einfachen „Aufräumen vor dem Fototermin". Es handelt sich um eine strategische Inszenierung, die Raumwirkung, Lichtführung, Möblierung, Farbgebung und Atmosphäre berücksichtigt. Professionelle Home Stager arbeiten mit einem festen Set an Mobiliar, Accessoires und Materialien, die sie temporär in das Objekt einbringen – ähnlich einer Showroom-Einrichtung, die für eine bestimmte Wirkung beim Betrachter konzipiert ist.

Was Home Staging ausdrücklich nicht ist: eine Renovierung, eine Sanierung oder eine wertsteigernde Baumaßnahme im technischen Sinne. Die Veränderungen sind temporär und kosmetischer Natur. Der bauliche Zustand der Immobilie verändert sich nicht; und damit auch nicht der gutachterlich ermittelte Verkehrswert.


Kurzfassung für Eilige

Home Staging lohnt sich vor allem bei Leerstand, wettbewerbsintensiven Lagen und Objekten im mittleren bis oberen Preissegment. Es erhöht nicht den Verkehrswert, schützt aber vor Preisabschlägen in Verhandlungen und verkürzt die Vermarktungsdauer. Bei sanierungsbedürftigen Objekten oder Toplagen mit hoher Nachfrage ist der Nutzen gering.


Warum der erste Eindruck über Preis und Verkaufsdauer mitentscheidet

Kaufentscheidungen bei Immobilien folgen einem klaren psychologischen Muster: Der emotionale Ersteindruck, ob beim Exposé-Bild oder beim Besichtigungstermin, prägt die Zahlungsbereitschaft stärker, als vielen Verkäufern bewusst ist.

Belastbare Zahlen liefert die Staging Community, ein Netzwerk zertifizierter Home Stager im DACH-Raum: Ihre Statistik 2024, basierend auf 165 ausgewerteten Projekten, zeigt einen durchschnittlichen Mehrerlös von 14,8 % gegenüber dem ermittelten Marktpreis und eine mittlere Vermarktungsdauer von 60 Tagen. Die durchschnittliche Investition in Home Staging lag dabei bei 1,5 % des Verkaufspreises. Aus dem deutschen Markt berichtet die Deutsche Gesellschaft für Home Staging und Redesign (DGHR e.V.), der seit 2010 bestehende Berufsverband, dass in rund zwei Dritteln aller dokumentierten Fälle der Angebotspreis nach professionellem Staging erreicht oder übertroffen wurde – und dass Objekte, die zuvor ein Jahr lang unverkauft auf dem Markt lagen, nach Staging-Einsatz teilweise innerhalb von vier Wochen verkauft wurden.

Aus dem US-amerikanischen Markt, wo Home Staging seit Beginn der 1970er Jahre praktiziert wird; der Begriff geht auf die Maklerin Barb Schwarz zurück, die das Konzept 1972 formalisierte; liefert die National Association of Realtors (NAR) im aktuellen Profile of Home Staging 2025 präzise Daten: 83 % der Käuferagenten gaben an, dass Staging Käufern die Vorstellung des Objekts als zukünftiges Zuhause erleichtert. Rund 29 % der Makler berichteten von einem Preisanstieg von 1 bis 10 % bei gestagten Objekten, und 49 % der Verkäuferagenten beobachteten eine verkürzte Vermarktungsdauer. Die NAR-Erhebung basiert auf einer Umfrage unter rund 1.266 aktiven Immobilienmaklern (Februar 2025).

Der entscheidende Mechanismus dahinter ist verkaufspsychologischer Natur: Ein Käufer, der sich beim Besichtigungstermin nicht vorstellen kann, wie er das Objekt nutzen würde, kalkuliert innerlich mit Unsicherheitsabschlägen. Leere Räume werden kleiner wahrgenommen. Unvorteilhaft möblierte Wohnungen signalisieren unbewusst Aufwand und Renovierungsbedarf. Home Staging reduziert diesen Unsicherheitspuffer – und damit häufig auch den Druck des Käufers, den Preis zu drücken.

Wichtige Einschränkung für den deutschen Markt 2025/2026: Nach der Korrekturphase 2022–2023 stabilisieren sich die Immobilienpreise wieder. Laut einer Auswertung von ImmoScout24 und Sprengnetter lagen die tatsächlich gezahlten Kaufpreise für Eigentumswohnungen bundesweit im Dezember 2025 noch rund 5,8 % unter den Angebotspreisen – ein Wert, der sich gegenüber dem Höchststand von über 8 % Ende 2023 deutlich verringert hat. Käufer verhandeln also nach wie vor, aber nicht mehr so aggressiv wie in der Hochphase der Marktkrise. Das bedeutet: Eine professionelle Präsentation bleibt relevant, ersetzt aber keine marktgerechte Preisfindung.


Home Staging Immobilien: Wann es sich rechnet – wann nicht

Die ehrliche Antwort lautet: Es kommt auf Objekt, Markt und Ausgangssituation an. Die folgende Übersicht gibt Ihnen eine schnelle Orientierung.

Situation

Staging sinnvoll?

Begründung

Leerstehendes Objekt

Ja, klar

Leere Räume wirken kalt und kleiner als sie sind

Bewohnt, veraltete Einrichtung

Ja

Zielgruppe kann sich nicht identifizieren

Mittleres bis gehobenes Segment

Ja

Käufer reagieren sensibler auf Präsentation

Wettbewerbsintensive Lage

Ja

Differenzierung gegenüber Vergleichsobjekten

Sanierungsbedürftiges Objekt

Nein

Staging ändert nichts an der Kalkulation des Käufers

Toplage mit hoher Nachfrage

Nein

Objekt verkauft sich ohnehin – Kosten kaum gerechtfertigt

Bewohnt, zeitloser guter Zustand

Bedingt

Oft reichen kleinere Eigenmaßnahmen

Sehr günstige Preisklasse

Nein

Staging-ROI rechnerisch kaum erreichbar

Ein Hinweis zum regionalen Marktunterschied

In Ballungsräumen wie München, Hamburg oder Frankfurt konkurrieren selbst durchschnittliche Objekte mit mehreren ähnlichen Angeboten gleichzeitig. Laut der ImmoScout24/Sprengnetter-Auswertung (Juli 2025) lag der Verhandlungsspielraum in Hamburg bei rund 10 %, in Köln bei 9 % – deutlich mehr als in Leipzig mit unter 4 %. Auch in nachfragestarken Lagen wie der Bodenseeregion beeinflusst das regionale Preisniveau, wie stark Staging auf den Verhandlungsspielraum einzahlt. In strukturschwächeren Lagen mit wenigen Kaufinteressenten ändert auch ein perfektes Staging nichts an der grundsätzlichen Nachfragesituation. Hier zählt allein der Preis.


Was kostet Home Staging – und wann rechnet es sich?

Die Kosten für professionelles Home Staging in Deutschland variieren je nach Objekt, Region und Leistungsumfang. Als grobe Orientierung auf Basis aktueller Marktpreise (Stand 2025):

Objekttyp

Typische Kosten

1–2-Zimmer-Wohnung (Leerstand)

800 – 2.500 €

3-Zimmer-Wohnung (Leerstand)

1.500 – 4.500 €

Einfamilienhaus (Leerstand)

3.500 – 9.000 €

Bewohntes Objekt (Teilstaging)

500 – 2.500 €

Virtuelle Möblierung (Digital Staging)

300 – 900 €

Die Staging Community beziffert die durchschnittliche Investition in ihren ausgewerteten Projekten auf 1,5 % des Verkaufspreises – ein Richtwert, der sich mit der gängigen Branchenfaustregel deckt: Staging-Kosten sollten unter 1 bis maximal 2 % des angestrebten Verkaufspreises liegen, damit sich die Maßnahme rechnen kann.

Rechenbeispiel: Drei Szenarien im Vergleich

Angenommen, Sie verkaufen eine Dreizimmerwohnung mit einem Angebotspreis von 380.000 Euro. Laut der ImmoScout24/Sprengnetter-Auswertung lagen bundesweite Kaufpreisabschläge Ende 2025 bei durchschnittlich 5,8 % – mit erheblichen regionalen Unterschieden. Das Rechenbeispiel zeigt, wie sich Staging auf das Verhandlungsergebnis auswirken kann:

Szenario

Verhandlungsabschlag

Abschlag in €

Staging-Kosten

Netto-Vorteil durch Staging

Ohne Staging, hoher Abschlag

6 %

22.800 €

0 €

Referenz

Mit Staging, moderater Abschlag

3 %

11.400 €

2.500 €

+ 8.900 €

Mit Staging, geringer Abschlag

1,5 %

5.700 €

2.500 €

+ 14.600 €

Die entscheidende Frage ist nicht „Was kostet das Staging?", sondern: „Wie viel Verhandlungsspielraum gebe ich dem Käufer ohne Staging?"

Ist Staging steuerlich absetzbar?

Für Vermieter, die eine vermietete Immobilie verkaufen, können Staging-Kosten unter Umständen als Werbungskosten oder Veräußerungskosten steuerlich relevant sein – insbesondere wenn das Objekt als renditeorientierte Immobilie, beispielsweise in der Region Rheinstetten, gehalten wurde. Für Privatverkäufer ohne gewerblichen Hintergrund gilt das in der Regel nicht. Die Rechtslage ist einzelfallabhängig – im Zweifel empfiehlt sich die Rücksprache mit einem Steuerberater.


Wie finde ich einen guten Home Stager?

Da „Home Stager" in Deutschland keine geschützte Berufsbezeichnung ist, variiert die Qualität der Anbieter erheblich. Worauf Sie bei der Auswahl achten sollten:

Mitgliedschaft in der DGHR

Die Deutsche Gesellschaft für Home Staging und Redesign e.V. (DGHR) ist der älteste und größte Berufsverband der Branche in Deutschland, gegründet 2010 mit heute rund 200 aktiven Mitgliedern. Mitglieder haben eine IHK-anerkannte Ausbildung absolviert und verpflichten sich einem Ehrenkodex – darunter die Pflicht, keine Baumängel durch Staging zu verbergen. Eine DGHR-Mitgliedschaft ist kein gesetzliches Qualitätssiegel, aber ein verlässlicher Anhaltspunkt. Qualifizierte Stager finden Sie unter www.dghr-info.de.

Portfolio mit vergleichbaren Objekten

Lassen Sie sich Referenzen zeigen – idealerweise mit Vorher-Nachher-Fotos aus ähnlichen Objekttypen wie Ihrem. Ein Stager, der hauptsächlich Luxusimmobilien inszeniert, ist nicht automatisch die beste Wahl für eine durchschnittliche Eigentumswohnung.

Transparente Kostenstruktur

Seriöse Stager nennen Ihnen bereits beim Erstgespräch eine nachvollziehbare Kostenaufstellung. Pauschalen sind üblich, sollten aber aufgeschlüsselt sein.

Eigenständiges Konzept statt Standardlösung

Ein guter Stager entwickelt ein objektspezifisches Konzept. Wer beim Erstgespräch ohne genaue Kenntnis des Objekts bereits ein fertiges Paket anbietet, arbeitet meist mit Standardisierungen, die nicht immer passen.


So läuft professionelles Home Staging ab: Schritt für Schritt

Damit Sie wissen, was Sie erwartet, wenn Sie einen Home Stager beauftragen:

  • Erstbegehung und Beratungsgespräch – Der Stager analysiert das Objekt, bespricht Zielgruppe und Vermarktungsstrategie. Dauer: 1–2 Stunden. Einige Stager berechnen dafür eine separate Beratungsgebühr (ca. 100–300 €), andere rechnen es mit dem Gesamtauftrag ab.

  • Konzepterstellung – Auf Basis des Objekts und der Zielgruppe wird ein Einrichtungskonzept entwickelt: Farbwelt, Möblierungsplan, Raumaufteilung.

  • Entrümpelung und Vorbereitung – Persönliche Gegenstände werden entfernt, kleinere Schönheitsreparaturen werden koordiniert oder empfohlen.

  • Einrichtung und Inszenierung – Mobiliar, Textilien und Accessoires werden eingebracht und arrangiert. Bei Leerstandsobjekten dauert das typischerweise einen halben bis ganzen Tag.

  • Professioneller Fototermin – In der Regel am selben Tag oder direkt danach. Gute Immobilienfotografie ist unverzichtbar – Staging ohne Profifoto verschenkt Wirkung.

  • Vermarktungsphase – Die Möblierung verbleibt für die Dauer der Besichtigungen im Objekt, in der Regel 4–12 Wochen.

  • Abzug nach Verkauf – Nach erfolgtem Verkauf wird alles wieder entfernt. Das ist vertraglich zu regeln.


Checkliste: Was Sie selbst tun können – ohne professionellen Stager

Nicht jede Verbesserung erfordert ein externes Budget. Die folgenden Maßnahmen sind nach Wirkung priorisiert:

Höchste Wirkung

  • Alle persönlichen Gegenstände entfernen (Fotos, Sammlungen, Medikamente, Alltagsdinge)

  • Konsequent entrümpeln: Jedes Zimmer sollte deutlich freier wirken – Faustregel: 30 % weniger sichtbare Gegenstände

  • Küche und Bad gründlich reinigen und entpersönlichen – diese Räume entscheiden überproportional oft

  • Professionelle Immobilienfotografie beauftragen (auch ohne Staging unverzichtbar)

Mittlere Wirkung

  • Kräftige Wandfarben neutralisieren (Weiß, Hellgrau, Warmbeige) – ein frischer Anstrich kostet wenig und bringt viel

  • Defekte Kleinigkeiten beheben: tropfende Armaturen, klemmende Türen, beschädigte Sockelleisten

  • Ausreichend Licht sicherstellen: alle Leuchtmittel prüfen, Tageslicht maximieren, Vorhänge aufziehen

Ergänzende Maßnahmen

  • Fußböden reinigen oder professionell auffrischen lassen

  • Garten und Außenbereich aufräumen, Eingangsbereich aufwerten

  • Gerüche neutralisieren (Haustiere, Kochen, Feuchtigkeit) – ein unterschätzter Faktor bei Besichtigungen


Pro und Contra: Home Staging ehrlich bewertet

Pro

Contra

Verkürzt die Vermarktungsdauer nachweislich (DGHR, NAR 2025)

Erhöht nicht den gutachterlichen Verkehrswert

Schützt vor Preisabschlägen in Verhandlungen

Kosten von 800 – 9.000 € nicht immer gerechtfertigt

83 % der Käuferagenten bestätigen bessere Vorstellbarkeit (NAR 2025)

Wirkung hängt stark von der Marktlage ab

Besonders wirkungsvoll bei Leerstand

Bei sanierungsbedürftigen Objekten kaum Effekt

Kann Schwächen im Grundriss optisch mildern

Staging ohne gute Fotos verliert den größten Teil seiner Wirkung

Differenzierung in wettbewerbsintensiven Lagen

Falsch umgesetzt kann es auch abschrecken

Verkürzt Entscheidungsprozess bei Käufern

Kein Ersatz für einen realistischen Angebotspreis


Die häufigsten Fehler – und wie Sie sie vermeiden

Übermöblierung: Zu viele Gegenstände lassen Räume kleiner wirken. Weniger ist fast immer mehr – auch wenn das Zimmer dadurch etwas kahler wirkt als im Alltag.

Zu persönliche Inszenierung: Familienfotos, auffällige Kunstwerke oder sehr spezifische Einrichtungsstile schränken die Identifikationsfläche für Kaufinteressenten ein. Die Inszenierung soll breit genug sein, um verschiedene Käufergruppen anzusprechen.

Staging ohne professionelle Fotografie: Eine gute Inszenierung nützt wenig, wenn die Fotos im Exposé schlecht sind. Beide Maßnahmen gehören untrennbar zusammen.

Staging ohne vorherige Wertermittlung: Wer das Objekt zu hoch bewertet und diesen Preis mit Staging rechtfertigen will, verliert Zeit und Geld. Käufer erkennen Sanierungsrückstau – ob feuchte Keller, veraltete Elektrik oder ein maroder Dachstuhl – unabhängig davon, wie schön das Wohnzimmer möbliert ist. Wer sich vorab über den realen Marktwert seiner Immobilie im Klaren ist, etwa durch eine Immobilienbewertung im Raum Calw oder der jeweiligen Region, trifft Staging-Entscheidungen auf belastbarer Grundlage. Der richtige Angebotspreis ist wichtiger als jede Inszenierung.

Digital Staging mit echtem Staging verwechseln: Virtuell möblierte Fotos sehen im Exposé gut aus, enttäuschen aber beim Besichtigungstermin, wenn das Objekt tatsächlich leer ist. Diese Diskrepanz erzeugt Misstrauen – das Gegenteil des gewünschten Effekts.


Home Staging und Immobilienbewertung: Warum beides zusammengehört

Home Staging und Wertermittlung werden in der Praxis häufig getrennt betrachtet – dabei ergänzen sie sich strategisch.

Vor dem Staging steht die Frage, was das Objekt im aktuellen Zustand wert ist und wie viel Potenzial durch gezielte Maßnahmen realistisch gehoben werden kann. Ohne diese Grundlage ist jede Entscheidung über Staging-Investitionen eine Spekulation. Wer nicht weiß, was die Immobilie tatsächlich wert ist, kann weder den richtigen Angebotspreis setzen noch einschätzen, ob 3.000 Euro für Staging sinnvoll investiert sind oder ins Leere laufen.

Ein unabhängiges Verkehrswertgutachten gibt Ihnen genau diese Kalkulationsbasis – und schützt Sie in zwei Richtungen: vor unnötigen Staging-Ausgaben bei Objekten, die sich ohnehin gut verkaufen, und vor zu niedrigen Angebotspreisen, die durch eine bessere Präsentation vermeidbar wären. CCG-Gutachten bietet als Immobiliensachverständiger in der Region Stuttgart und darüber hinaus fundierte Verkehrswertgutachten für Immobilienbewertungen in Waldshut-Tiengen, die Ihnen zeigen, wo Ihre Immobilie im Markt steht – bevor Sie entscheiden, wie viel Sie in die Vermarktung investieren.


Fazit: Staging ist Strategie, kein Selbstzweck

Home Staging ist ein sinnvolles Instrument im Werkzeugkasten der Immobilienvermarktung – vorausgesetzt, es wird situationsgerecht und auf Basis einer realistischen Kosten-Nutzen-Kalkulation eingesetzt. Die Datenlage ist klar: In den richtigen Konstellationen verkürzt es die Vermarktungsdauer, schützt vor Preisabschlägen und erhöht die Identifikationsbereitschaft von Käufern. In den falschen Konstellationen ist es schlicht eine vermeidbare Ausgabe.

Die Grundlage für diese Entscheidung ist immer dieselbe: Was ist das Objekt tatsächlich wert und wie viel Spielraum gibt die aktuelle Marktsituation? Wer diese Frage fundiert beantwortet hat, kann Home Staging dort einsetzen, wo es wirklich wirkt.


Quellenhinweise

  • Staging Community: Home Staging Statistik 2024, 165 dokumentierte Projekte aus DACH-Raum

  • Deutsche Gesellschaft für Home Staging und Redesign e.V. (DGHR): Verbandsstatistik, www.dghr-info.de

  • National Association of Realtors (NAR): Profile of Home Staging 2025, Umfrage unter 1.266 Maklern, Mai 2025, www.nar.realtor

  • ImmoScout24 / Sprengnetter: Auswertung Angebots- vs. Transaktionspreise, Dezember 2025

Häufige Fragen zu Home Staging

Lohnt sich Home Staging beim Immobilienverkauf?

Home Staging lohnt sich, wenn das Objekt leersteht, in einer wettbewerbsintensiven Lage liegt oder eine veraltete Einrichtung hat, die Kaufinteressenten abschreckt. Laut der Staging Community Statistik 2024 erzielten professionell gestagte Immobilien im Schnitt 14,8 % mehr als den ermittelten Marktpreis. In Toplagen mit hoher Nachfrage oder bei stark sanierungsbedürftigen Objekten ist der Nutzen hingegen gering.

Was kostet Home Staging in Deutschland?

Die Kosten für professionelles Home Staging liegen in Deutschland je nach Objektgröße und Leistungsumfang typischerweise zwischen 800 und 9.000 Euro. Als Richtwert gilt: Die Staging-Kosten sollten maximal 1 bis 2 Prozent des angestrebten Verkaufspreises betragen. Virtuelles Home Staging ist günstiger (300 bis 900 Euro), ersetzt das physische Staging beim Besichtigungstermin jedoch nicht.

Erhöht Home Staging den Verkehrswert einer Immobilie?

Nein. Der Verkehrswert einer Immobilie basiert auf baulichen Eigenschaften, Lage, Ausstattung und Marktvergleichen – eine temporäre Möblierung ändert daran nichts. Home Staging verbessert die Vermarktbarkeit und schützt vor Preisabschlägen in Verhandlungen, verändert aber nicht den durch ein Sachverständigengutachten ermittelten Wert.

Wie läuft Home Staging ab?

Professionelles Home Staging beginnt mit einer Erstbegehung und einem Einrichtungskonzept, gefolgt von Entrümpelung, Möblierung und einem professionellen Fototermin. Die Möblierung verbleibt für die gesamte Vermarktungsphase im Objekt, typischerweise vier bis zwölf Wochen. Nach erfolgtem Verkauf wird alles wieder abgebaut.

Wann sollte ich vor dem Verkauf eine Immobilienbewertung beauftragen?

Eine professionelle Immobilienbewertung sollte vor jeder Entscheidung über Home Staging oder den Angebotspreis stehen. Wer nicht weiß, was das Objekt wirklich wert ist, riskiert entweder zu viel in die Vermarktung zu investieren oder zu günstig anzubieten. Ein unabhängiges Verkehrswertgutachten liefert die Kalkulationsbasis für beide Entscheidungen. CCG-Gutachten erstellt zertifizierte Gutachten für die Region Waldshut-Tiengen und den gesamten Hochrhein.

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